DEPRESSION
Was ist eine Depression?
Umgangssprachlich wird der Begriff Depression sehr oft benutzt. Dies zeigt ein Beispiel aus
der Fernsehsendung „Wer wird Millionär“. Günther Jauch sagte zu einer Kandidatin, die die
richtige Antwort nicht wusste und ihre Miene verzog: „Jetzt werden sie nicht gleich depressiv!“
Hier benutzt Günther Jauch den Begriff Depression, wie man ihn umgangssprachlich benutzt.
Doch was ist denn eine Depression?
Eine Depression im medizinischen Sinne ist etwas ganz anderes. Es handelt sich um eine psychische Erkrankung deren Symptome über Wochen bzw. Monate oder sogar länger
auftreten. Gegenwärtig leiden ca. 5% der Bundesbürger unter einer Depression. Frauen doppelt so häufig wie Männer. Die Erkrankung betrifft alle Altersgruppen.
Betroffene klagen oftmals über körperliche Symptome, sodass der Arzt zunächst von einer körperlichen Ursache für die Beschwerden ausgeht. Damit beginnt eine Odyssee für die depressiv erkrankten Menschen.
Es folgen umfangreiche körperliche Untersuchungen mit häufig negativem Befund.
Körperliche Symptome können ein Teil der depressiven Symptomatik sein, wie beispielsweise:
- Schlafstörungen (Durchschlafstörungen, Früherwachen, Morgentief)
- verminderter Appetit
- Gewichtsverlust
- Libidoverlust
- Magen- , Darmstörungen
- Muskelschmerzen
- Rückenschmerzen
- Kopfschmerzen
- Schmerzsyndrome
- Schweißausbrüche
- Druck- und Engegefühl im Hals- und Brustbereich
- Herzklopfen
- …
Die psychischen Hauptsymptome sind gedrückte Stimmung, Interessenverlust und Freudlosigkeit sowie Antriebslosigkeit. Zusätzlich klagen Betroffene über:
- verminderte Konzentration und Aufmerksamkeit
- vermindertes Selbstwertgefühl und Selbstvertrauen
- Schuldgefühle und Gefühle von Wertlosigkeit
- negative und pessimistische Zukunftsperspektiven
- Schlafstörungen
- verminderter Appetit
- Suizidgedanken
Nehmen sie Ihre Beschwerden ernst und holen sie sich professionelle Unterstützung.
Depressionen sind behandelbar. Die Wahl der Behandlung richtet sich nach Art und Schwere der Depression. Der Königsweg der Behandlung ist nach Ansicht vieler Fachleute, die Psychotherapie.
Bei schwerer Symptomatik sind in der Regel Medikamente notwendig. Ich möchte ausdrücklich darauf hinweisen, ob und in welchem Umfang eine Therapie mit Medikamenten notwendig ist, ist immer eine Einzelfallentscheidung zwischen dem behandelten
Arzt und dem Patienten. |